Fränky Schiemer, SV Guntamatic Ried im Interview

 

Franz „Fränky“ Schiemer heißt seit Montag der neue Manager der SV Guntamatic Ried. Im Interview spricht der 30-jährige ehemalige Ried-Kicker unter anderem über seine Rückkehr nach Ried, über seine neue Aufgabe, über die Fans in Ried und über sein Privatleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fränky, was bedeutet dir die Rückkehr zur SV Ried?

Die Rückkehr zur SV Ried bedeutet mir sehr viel. Es ist mein Heimatverein. Ich habe im Alter von 10 bis 19 Jahren in Ried gespielt. Den ersten Meistertitel habe ich mit Ried geholt, es war der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Als kleiner Bub bin ich mit meinem Opa zu jedem Heimspiel gefahren, bin auf der Laufbahn gesessen und habe mitgefiebert. Ich habe wunderschöne Jahre in Ried miterlebt. Es ist für mich eine sehr emotionale Geschichte, dass ich jetzt als Manager die Chance habe, den Verein weiter nach vorne zu bringen.

Wie lange hast du überlegt, bevor du zugesagt hast?

Lange habe ich nicht gebraucht. Es war eine schlaflose Nacht, weil ich als Trainer bei Red Bull einen tollen Job hatte. Dieser Job hat sehr viel Spaß gemacht. Der Verein hat als Trainertalent auf mich gesetzt. Deshalb war es nicht leicht. Aber die große Chance, wieder bei der SV Ried etwas gestalten zu können, hat mich dazu bewogen, es zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sind deine schönsten Erinnerungen an die SV Ried?

Das war der Wiederaufstieg in die Bundesliga im Jahr 2005. Ich war damals 19 Jahre alt, es war einfach sagenhaft – die gesamte Mannschaft, der Verein, das neue Stadion, die Feierlichkeiten danach. Ich habe so viele schöne Erinnerungen. Auch wenn ich danach noch viele Meistertitel geholt habe, dieses Hochgefühl nach dem Wiederaufstieg war einzigartig.

Welche Aufgabengebiete hast du in deinem neuen Job?

Die sportliche Leitung im Verein und die sportliche Neuausrichtung. Zusätzlich möchte ich eine neue Vereinsphilosophie entwickeln. Ich möchte die Erfahrung, die ich gesammelt habe, einbringen, damit wir unseren Fans wieder einen modernen und attraktiven Fußball bieten können.

Was werden deine ersten Tätigkeiten in den nächsten Wochen sein?

Oberste Priorität hat jetzt einmal die Profi-Mannschaft. Wir sind in keiner leichten Situation. Ich werde das Trainerteam und die Mannschaft bestmöglich unterstützen, damit wir möglichst schnell mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Und ich werde mir so schnell es geht ein umfassendes Bild vom Verein machen, um meine Ideen einbringen zu können.

 

Kritiker sagen, dass du zu wenig Erfahrung für diesen Job mitbringst. Was antwortest du ihnen?

Das Alter kann ein Vorteil und ein Nachteil zugleich sein. Ich bin aber überzeugt, dass ich diesen Job gut ausführen kann, sonst hätte ich nicht meine Arbeit in Salzburg aufgegeben. In Sport, Wirtschaft und Politik gibt es genügend Beispiele, die zeigen, dass es nicht auf das Alter, sondern auf das Engagement und die Zielstrebigkeit ankommt. Diese Attribute habe ich schon als Spieler gezeigt. Zusätzlich habe ich als Spieler und Trainer sehr viele fachliche Kompetenzen erworben. Ich habe mit so vielen Menschen zu tun gehabt, die jetzt in den höchsten Positionen im österreichischen Fußball arbeiten. Dieses große Netzwerk hilft mir extrem in meiner neuen Funktion. Dazu habe ich beim Verein sehr viele unterstützende Kräfte, die mir unter die Arme greifen. Und auch Stefan Reiter hat mir angeboten, dass ich mich bei ihm melden kann, wenn ich etwas von ihm brauche.

Wie wichtig ist dir ein gutes Verhältnis zu den Fans?

Die Fans sind natürlich enorm wichtig. Ich will, dass möglichst viele Fans ins Stadion kommen. Das Rieder Stadion muss wieder eine Festung werden. Das geht nur mit den Fans und dafür werde ich alles tun, was möglich ist.

Wie sieht dein Privatleben aus?

Ich bin seit mehr als vier Jahren mit Eva verheiratet. Meine Frau habe ich im Rieder Gymnasium kennengelernt. Unser Sohn Paul wird Ende Februar drei Jahre alt. Das zweite Kind ist im Anmarsch, die Geburt ist im Juli geplant. Meine Hobbys sind der Sport – Skifahren, Tennis, Volleyball, Spazierengehen mit meinem Kleinen und unserem Hund, auf den Spielplatz gehen. Vor allem Zeit mit meiner Familie verbringen. Wir wohnen seit zwei Jahren in Hohenzell, ich habe also nicht weit nach Ried.

Was traust du unserer Mannschaft im Frühjahr zu?

Das Ziel ist für uns jetzt einmal ganz klar, dass wir möglichst schnell mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Es geht jetzt um den Verbleib in der Bundesliga. Danach werden wir uns neue Ziele setzen. Der erste Eindruck von der Mannschaft und dem Trainerteam war sehr gut. Wir haben zwar das Match gegen den WAC verloren, es war aber eine sehr solide Leistung, auf die wir aufbauen können.

Am Sonntag geht es gegen Salzburg. Was ist drin für die SV Ried?

Es wird natürlich nicht einfach werden. Salzburg ist wieder in Topform. Ich bin überzeugt, dass der Meistertitel wieder nur über Salzburg führen wird. Trotzdem ist in einem Spiel immer alles möglich. Ich werde mit meinem Wissen unser Trainerteam so gut es geht unterstützen. Und ich hoffe, dass wir zuhause für eine Überraschung sorgen können.

Steckbrief Franz „Fränky“ Schiemer

Geboren am      21. März 1986 in Haag am Hausruck, verheiratet mit Eva, ein Sohn (Paul, 3 Jahre); Stationen als Spieler: Union Taufkirchen an der Trattnach (1992-96), SV Ried (1996-2005), FK Austria Wien (2005-09), FC Red Bull Salzburg (2009-14); Erfolge: fünf Meistertitel (1 x Austria Wien, 4 x Red Bull Salzburg), fünf Cup-Siege (2 x Austria Wien, 3 x Red Bull Salzburg), Meister mit der SV Ried in der 2. Liga (2005); 25 Einsätze in der österreichischen Nationalmannschaft; Station als Trainer: Co-Trainer FC Liefering (2016-17); absolviertes Masterstudium für Projekt- und Sportmanagement an der KMU Akademie Linz

Machtlinger neuer FACC-Chef

Machtlinger zum FACC-CEO bestellt

Robert Machtlinger wurde zum CEO der FACC AG bestellt

 

Ried/14. Februar 2017 – Der Aufsichtsrat der FACC AG hat in seiner Sitzung am 13. Februar 2017 Robert Machtlinger (49) zum neuen CEO des Konzerns bestellt.

Robert Machtlinger genieße ein hohes Ansehen unter den Kunden, verfüge über ausgezeichnete Marktkenntnisse und sei intern wie extern ein Zeichen der Kontinuität und Stabilität, so Ruguang Geng, Aufsichtsratsvorsitzender der FACC AG. Weiters konnte Robert Machtlinger im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres wesentliche Weichen für die zukünftige Entwicklung der FACC AG stellen.Robert Machtlinger wird als neuer Vorstandsvorsitzender auch die Produktionsverantwortung tragen. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit meinem Team die Entwicklung der FACC AG erfolgreich voranzutreiben und den eingeschlagenen Weg der vergangenen Monate konsequent fortzusetzen“, betont Robert Machtlinger